16.04.2013Die vergangenen Woche verbrachte ich in Racice in Tschechien um die letztenTechnikfeinheiten vor dem anstehenden Einerausscheid zu erarbeiten.Montag in der Früh wurde erst noch das Krafttraining in Dresden absolviert, bevor wir uns aufden Weg nach Racice machten. Glücklicherweise ist die Anfahrt nicht lang und nach ca. 90min. waren wir - sehr passend - zum Mittagessen angekommen. Vor Ort befindet sich eine 2km lange und künstlich angelegte Regattastrecke. Durch die Nähe zu Dresden eignet sich dieStrecke als Trainingsort besonders.Mit vier Einheiten pro Tag, die sich meist aus zwei Mal Rudern (75-100min) sowie athletischeEinheiten wie Inlineskaten (ca. 40-60min) und Gymnastikeinheiten zusammensetzten, war dieErschöpfung recht schnell erreicht. Ab Freitag wurde dann die Wettkampfdistance durcheinzelne Teilstrecken aufgebaut und endete schließlich am Sonntag mit einem 2000mRennen.Im Rennen konnte ich Vieles aus dem Training erarbeitete anwenden und somit sogar klar vormeinem Viererkollegen, Tim Grohmann, ins Ziel rudern. Nun hoffe ich, dass über die nächstenTage die Erholung einkehrt und ich fit bin für den ab Freitagabend beginnenden Einer-ausscheid bei der Meisterschaft in Duisburg. Die Vorzeichen hierfür stehen derzeit aber nichtschlecht. 24.05.2013Das letzte Trainingswochenende vor der Europameisterschaft ist voll im Gange. DieEntscheidung über unseren vierten Mann im Boot ist vergangenes Wochenende gefallen undPaul Heinrich wird uns nun komplettieren. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit RichtungEM, bekam er das Vertrauen zugesprochen. Da seine Passfähigkeit den Vierer am meistenvorwärts bringt. Somit werden wir in der Besetzung Tim Grohmann, Lauritz Schoof, PaulHeinrich und mit mir im Bug an den Start gehen. Ziel ist ganz klar eine Medaille, abereigentlich geht es nach letztem Jahr nur um Gold für uns. Wir müssen aber realistisch seinund unsere wenigen Kilometer im Boot einschätzen.Ein kleiner Nachtrag noch zur internationalen Regatta in Essen von vor zwei Wochen. Wounsere Zweier-Projekt mit Lauritz nicht ganz gereicht hat, um die seit vier Jahren deutschenFavoriten zu schlagen und wir Zweiter wurden. Das Rennen hat aber dennoch viel Spaßgemacht trotz des schlechten Wetters. Das Viererrennen, welches wir sonntags fuhren, warauch eher “Kraut und Rüben”.Wir konnten uns aber glücklicherweise im Training deutlichverbessern.Morgen wird noch in Ratzeburg trainiert, bevor am Abend das Champions-League-Finale zuHause geschaut wird. FC Bayern!Dienstag hebt dann der Flieger Richtung Sevilla ab und gen Sonne03.06.2013Eine Woche unter blauem Himmel, mit Sonne und warmen Temperaturen ist gestern zu Endegegangen. Aber das beste daran ist die Vervollständigung meiner Medaillensammlung. Dennder Europameistertitel fehlte bisher noch. Bei guten Bedingungen am vergangenen Freitagkonnten wir im Vorlauf in unserer neuen Besetzung überzeugen und uns den Gang über denHoffnungslauf sparen. Samstag war dann das Halbfinale an der Reihe. Für einen Urlauber gabes optimales Wetter, aber für uns war der starke Wind, welcher als Gegenwind über dieStrecke wehte, eher hinderlich. Mit viel Kampf und Mühen konnten wir uns den Finaleinzugknapp sichern. Damit war neben Kroatien unsere Favoritenrolle bestätigt und ein hartes Finaleerwartet. Nach vielen Analysen und guten Vorsätzen, welche nach dem Halbfinale getroffenwurden, gingen wir gestern im Finale an den Start. Das Rennen verlief unserer Taktikentsprechend und wir konnten unseren Bugball mit einer knappen Bootslänge Vorsprung insZiel schieben. Begünstigt durch den Krebs der Kroaten nach 300m mussten wir unshauptsächlich vor den Polen in Acht nehmen. Viel Zeit zum Feiern gab es nicht, weil ich direktim Anschluss zur Dopingkontrolle musste und der Flieger in die Heimat auch knapp gebuchtwar. Nun gilt es diesen Einstand in die Saison mit zu nehmen und die Ecken und Kantenabzurunden, um beim Weltcup in Eton wieder voll angreifen zu können.